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Seltene Hygiene-Auszeichnung

Die Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde freut sich über eine seltene Ehrung: Sie hat bundesweit die einzige Auszeichnung in Gold (2015/2016) für vorbildliches Hygienemanagement nach den neuen Kriterien der „Aktion Saubere Hände“ erhalten. Diese ist eine vom Bundesgesundheitsministerium mit getragene Organisation, die die Patientensicherheit in Deutschland verbessern möchte.
 
„Wir freuen uns, dass unsere Anstrengungen durch die Goldmedaille belohnt werden“, sagt Hygienefachkraft Oliver Becker: „Die sogenannten multiresistenten Bakterien sind weiter auf dem Vormarsch und bieten eine zunehmende Herausforderung, weil sie gegen die meisten Antibiotika bereits resistent sind.“
 
In der Schüchtermann-Klinik arbeitet ein großes Hygieneteam, das sich aus vier hygienebeauftragten Ärzten, zwei Hygienefachkräften und 16 hygienebeauftragten Mitarbeitern aus dem Pflege- und Funktionsdienst zusammensetzt. „Die Bemühungen der Klinik liegen deutlich über dem Standard“, so der Krankenhaushygieniker Oberarzt Dr. Wolfgang Rees.
 
In enger Zusammenarbeit mit dem niedersächsischen Landesgesundheitsamt und dem Gesundheitsdienst von Stadt- und Landkreis Osnabrück kümmern sich die Hygiene-Mitarbeiter der Klinik um die Einhaltung der Hygienerichtlinien in allen Bereichen des Hauses.
 
In regelmäßigen Veranstaltungen werden die Mitarbeiter der Schüchtermann-Klinik daher intensiv in puncto Hygiene geschult. Außerdem wird jährlich ein Hygienetag für Mitarbeiter und Öffentlichkeit veranstaltet. Im Rahmen der Veranstaltung wird darüber informiert, welche Maßnahmen zum Beispiel bei der Abwehr der MRSA-Keime helfen können. An erster Stelle stehe die hygienische Händedesinfektion, so Becker. In vielen Untersuchungen habe gezeigt werden können, „dass durch die Verbesserung der Händedesinfektion das Auftreten von Krankenhausinfektionen reduziert werden kann“.

In Deutschland treten jährlich etwa 500 000 Fälle auf, in denen sich Patienten eine Infektion im Krankenhaus zuziehen. Die Bekämpfung der multiresistenten Keime stellt damit eine der größten Herausforderungen auf dem Gebiet der Patientensicherheit dar.