Oberarzt Dr. Wolfgang Kranig kontrolliert den Verlauf der Katheterablation mit Hilfe eines modernen, dreidimensionalen CARTO-Systems
Behandlung von Herzrhythmusstörungen
Johannes Surmann
„Nach spezieller kardiologischer Diagnostik und der Behandlung meiner Herzrhythmusstörungen
mit der Ablationstechnik fällt mir sprichwörtlich ein Stein vom Herzen“, berichtet Johannes Surmann, 46-jähriger selbstständiger Architekt
und Familienvater von zwei Töchtern. „In den letzten Jahren hat mich das Wissen um meine
mögliche erbliche Veranlagung sehr belastet.“
Beide Eltern von Johannes Surmann verstarben im Alter
von 50 Jahren an plötzlichem Herztod, alle seiner über 40-jährigen Geschwister haben Herzprobleme. Eine Herzkatheteruntersuchung in 2002 ergab erfreulicher Weise keine Anhaltspunkte auf eine gefährliche Verengung der Herzkranzgefäße oder andere schwere Herzerkrankungen. Ab dem Jahr 2004 stellte sich aber plötzlich eine behandlungsbedürftige Herzrhythmusstörung auf Vorhofebene ein.
„Ich bin von allen 9 Kindern meiner Eltern am stärksten durch Herzrhythmusstörungen betroffen, einer Erkrankung die mir in der letzten Zeit auch körperlich zugesetzt hat.
Mein privates und berufliches Leben hat durch das ständig wiederkehrende Herzrasen und die damit verbundenen Leistungseinschränkungen gelitten“, beschreibt Johannes Surmann die letzten Monate vor seiner Behandlung.
Herzrhythmusstörungen gezielt behandelt
Nach der Erstdiagnose der Herzrhythmusstörungen, die anfänglich medikamentös behandelt werden konnten, wurden immer wieder gezielte externe Stromstöße, so genannte Kardioversionen, notwendig. „Die Abstände, in denen mein Herz nur noch durch einen Stromstoß wieder in den Takt zu bringen war, wurden seit letztem Jahr immer kürzer. Die kardiologischen Experten der Schüchtermann-Klinik, die große Erfahrung in der Behandlung von komplexen Herzrhythmusstörungen haben, rieten mir schließlich zu einer so genannten Ablationsbehandlung.“
Nach einem Aufklärungsgespräch und den notwendigen weiterführenden Untersuchungen, wie zum Beispiel einer Ultraschalluntersuchung des Herzens, einer EKG-Untersuchung und verschiedenen Blutuntersuchungen, wurde Johannes Surmann am 02.09.2008 in den Eingriffsraum des Herzkatheterlabors geschoben. In einer mehrstündigen Katheterbehandlung wurden die für die Entstehung der Herzrhythmusstörungen verantwortlichen Regionen des Reizleitungssystems des Herzens gezielt verödet.
„Ich hatte schon etwas feuchte Hände, als man mich in den Eingriffsraum schob; die Angst wurde mir durch das nette Behandlungsteam aber schnell genommen. Den Großteil der Behandlung habe ich bei vollem Bewusstsein erlebt, nur kurzzeitig erhielt ich Schlafmedikamente“, fasst Johannes Surmann seine Erlebnisse während des Eingriffs zusammen. Zwei Tage nach der komplikationslosen Ablationsbehandlung, in Herrn Surmanns Fall einer so genannten „zirkumferentiellen Pulmonalvenenisolation“, kann Johannes Surmann schon wieder seinen Koffer packen. „Ich bin überrascht, wie schnell man nach einer solchen Behandlung wieder nach Hause darf“, freut sich Johannes Surmann auf das anstehende Wochenende mit seiner Familie.
„Der volle Behandlungs-
erfolg Ihrer Ablation wird
sich im Laufe der
nächsten Wochen
und Monate einstellen“,
erläuterte Oberarzt
Dr. Wolfgang Kranig
bei der Abschluss-
besprechung seinem
Patienten den zu
erwartenden Verlauf. „Wenn die verödeten Gebiete vollständig verheilt sind, sollten Ihre Herzrhythmusstörungen endgültig der Vergangenheit angehören.“
Positiv in die Zukunft
Johannes Surmann freut sich auf eine Zukunft ohne Angst. „Der Ausschluss anderer schwerer Herzprobleme hat mich sehr erleichtert. Je näher ich dem 50. Lebensjahr kam, desto mehr drängte sich mir das Schicksal meiner Eltern auf. Ich werde wohl noch eine Weile brauchen, bis ich dieses Damoklesschwert vergessen habe, aber ich arbeite daran.
Von der Behandlung meiner Herzrhythmusstörungen verspreche ich mir darüber hinaus eine erhebliche Verbesserung meiner Lebensqualität. Ich werde froh sein, das lästige und einschränkende Herzrasen los zu sein und wieder voll und ganz für meine Familie und meine 10 Mitarbeiter da sein zu können.“




