Herzkatheteruntersuchung

Horst-Ehrenfried Lingnau

Horst-Ehrenfried Lingnau, 60-jähriger Verkaufs-
mitarbeiter für Soft- und Hardware von Landmaschinen und Familienvater von zwei Kindern, hat bereits zwei Herzoperationen hinter sich. „Ich habe schon recht früh in meinem Leben Bekanntschaft mit der Problematik Herz-Kreislauferkrankungen gemacht“, berichtet der Hobbyjäger aus Harsewinkel von seinem ersten Herzinfarkt, den er bereits mit 37 Jahren erlitt. „Ich bin sicherlich schwer erblich vorbelastet, habe früher aber auch stark geraucht und bin mit meinen 140 kg nicht gerade ein Fliegengewicht. Nach meiner ersten Bypassoperation im Jahr 1987 habe ich endlich mit dem Rauchen aufhören können. Mein Kampf gegen überflüssige Pfunde hält aber bis heute an.“

„In letzter Zeit wurde ich erneut von Problemen geplagt. Bei körperlicher Anstrengung wurde ich schnell kurzatmig und bekam Schmerzen in der Brust. Das waren für mich deutliche Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmte. Nach einem Besuch bei meinem Hausarzt habe ich einen kurzfristigen Termin zur Herzkatheteruntersuchung in der Schüchtermann-Klinik bekommen, um das Ausmaß der Herzkranzgefäßverengung genauer untersuchen zu lassen.“

Schnelle und gut organisierte Diagnostik

„Die Herzkatheteruntersuchung war von der Aufnahme bis zur Entlassung sehr gut organisiert. Das Personal ist auf alle Eventualitäten vorbereitet und hat mir meine gedrückte Stimmung vor der Untersuchung durch verständliche und gezielte Informationen zum Untersuchungsablauf schnell genommen“, beschreibt Horst-Ehrenfried Lingnau seine Erfahrungen vor und während der Herzkatheter-
untersuchung. „Der Einstich in der Leiste ist vom Gefühl her mit einer Blutabnahme vergleichbar. Weil die Kanüle etwas dicker ist als bei einer Blutabnahme, wird die Einstichstelle vorher lokal betäubt. Der Katheter selber verursacht keine Schmerzen. Wenn der Katheter im Herzen angekommen ist, spürt man gar nichts mehr davon. Nach der Entfernung des Herzkatheters wurde in der Leiste ein spezieller Druckverband angebracht, der nach und nach gelockert wurde. Deshalb musste ich für einige Stunden auf dem Rücken liegen und das Bein der betroffenen Leiste ruhig halten.“

Therapieplanung mit allen Herzspezialisten

Eines der 4 modernen Herzkatheterlabore
der Schüchtermann-Klinik in denen jährlich
2.500 Herzkatheteruntersuchungen durchgeführt
werden

Bei der 15-minütigen Untersuchung wurde festgestellt, dass sich die Durch-
gängigkeit aller Herzkranzgefäße trotz liegender Stents (Gefäßstützen aus Edelstahl) und angelegter Bypässe ernsthaft verschlechtert hatte. Darüber hinaus wurde ein großes Aneurysma (blutgefüllte Aussackung) der Hauptschlagader diagnostiziert. „Das etwas nicht stimmt, war mir von Anfang an klar. Ich hatte aber gehofft, dass das aktuelle Problem meiner Herzkranzgefäße eventuell durch eine zusätzliche Ballon-
erweiterung oder Stentimplantation behoben werden kann“, kommentiert Horst-Ehrenfried Lingnau das Untersuchungs-
ergebnis, das ihm nach der Katheteruntersuchung durch Priv. Doz. Dr. Norbert Franz näher erläutert wurde.

„Dr. Franz erklärte mir, warum es für meine Problematik keine kardiologische Lösung gibt und eine erneute Bypassoperation sowie die gleichzeitige Entfernung der Gefäßaussackung in der Hauptschlagader dringend zu empfehlen sei. Eine dritte Herzoperation, das war für mich schon ein ordentlicher Schluck aus der Pulle, den ich erst einmal verkraften musste. Auf der anderen Seite war ich froh in einem Zentrum zu sein, in dem Kardiologen und Herzchirurgen so eng zusammen arbeiten um die beste und sicherste Therapie für den Patienten zu finden.“

Erfolgreiche Operation wenige Tage nach der Herzkatheteruntersuchung

In einer 5-stündigen Operation legte das herzchirurgische Team um Prof. Dr. Henning Warnecke einen neuen Bypass und ersetzte den krankhaft erweiterten Bereich der Hauptschlagader durch eine Rohrprothese mit eingebauter künstlicher Herzklappe. „Ich freue mich sehr, dass alles so gut geklappt hat“, sagt Horst-Ehrenfried Lingnau wenige Tage nach dem großen Eingriff. „Die anschließende Rehabilitation wird mich wieder fit für Familie, Beruf und Hochsitz machen, ich freue mich schon darauf.“

 

 
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