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Was wir besonders gut können – unsere Schwerpunkte

Die Schüchtermann-Klinik ist auf Herz- und Gefäßkrankheiten spezialisiert. Indem wir uns auf diesen Bereich fokussieren, können wir alle Kräfte auf unser Ziel richten, sowohl in der Qualität der Behandlung als auch in Bezug auf Wissen und Kompetenz führend zu sein. In unseren eng vernetzten Fachabteilungen betreuen wir Patienten in den verschiedenen Phasen ihrer Erkrankung.

Das Klinikkonzept mit den medizinischen Fachabteilungen Kardiologie, Herzchirurgie, Anästhesiologie und Rehabilitation ermöglicht eine nahtlose Versorgung der Patienten ohne Klinikwechsel und lange Wartezeiten. Diese Kontinuität der ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Versorgung beschleunigt den Genesungsprozess und verkürzt die Dauer des Krankenhausaufenthaltes. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung und Spezialisierung können wir unseren Patienten eine exzellente Versorgungsqualität bieten.

Als integriertes Herzzentrum bieten wir alle Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie bei angeborenen und erworbenen Krankheiten des Herzens und der Gefäße im Erwachsenenalter.

Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie

•    Akutversorgung auf den Intensiv- und Überwachungsstationen
•    Herzkatheter- und Gefäßdiagnostik in fünf Untersuchungsräumen
•    Kathetereingriffe am Herzen (PTCA), an Beinarterien (PTA) sowie an Nieren- und Hirnarterien
•    große herzchirurgische Operationen in fünf Operationssälen
•    kombinierte Eingriffe in einem Hybrid-Operationssaal
•    postoperative Versorgung auf fünf Akutstationen
•    und anschließende Rehabilitation auf vier Rehabilitationsstationen

Trotz unseres großen Spektrums gibt es sicherlich einige Besonderheiten in der Schüchtermann-Klinik, die uns auszeichnen:

Zusammenarbeit im Herzteam

Einen besonderen Schwerpunkt der Schüchtermann-Klinik stellt die enge Zusammenarbeit im Herzteam dar. Seit mehreren Jahren finden bei uns Hybrid-Interventionen, also die Kombination von herzchirurgischen Eingriffen und kardiologischen Interventionen, statt. Durch die Einrichtung eines Hybrid-OPs im Jahre 2010 wurden für die gemeinsame Behandlung durch Kardiologen, Herzchirurgen und Anästhesisten optimale Rahmenbedingungen geschaffen. Weitere Informationen zu unserer interdisziplinären Zusammenarbeit erhalten Sie hier.

Behandlung von Herzklappenerkrankungen

Seit 2008 gehört die Schüchtermann-Klinik zu einem der führenden Zentren für kathetergestützte Behandlungen von Herzklappenerkrankungen. Mit mehr als 700 minimal-invasiven Aortenklappeninterventionen konnten in den letzten Jahren auch Patienten behandelt werden, die aufgrund eines zu hohen Risikos für eine Operation mit Einsatz der Herz-Lungen-Maschine nicht in Betracht kamen.

Neben diesem Aortenklappenersatz (TAVI), bei dem der Brustkorb des Patienten nicht geöffnet werden muss, werden an der Schüchtermann-Klinik seit 2010 auch kathetergestützte Mitralklappenrekonstruktionen mittels MitraClip®-System vorgenommen. Dieses Verfahren ergänzt eine medikamentöse oder herzchirurgische Therapie als dritte, besonders schonende Behandlungsoption.

Das kathetergestützte Verfahren wird im Hybrid-OP am schlagenden Herzen durchgeführt; meist kann die stationäre Entlassung schon wenige Tage nach dem Eingriff erfolgen. In den letzten drei Jahren wurden etwa 130 Eingriffe an der Mitralklappe durchgeführt, wodurch dieses interventionelle Verfahren einen wichtigen Stellenwert in der Behandlung der Mitralinsuffizienz erreicht hat.

Doch auch die invasiven Behandlungen von Herzklappenerkrankungen gehören zu unserem OP-Spektrum. Dazu zählen sowohl die Herzklappenrekonstruktion als auch der biologische oder mechanische Herzklappenersatz. Möchten Sie weitere Informationen zu diesen unterschiedlichen Methoden erhalten, schauen Sie gerne auf unserem Blog vorbei.

Herzunterstützungssysteme

Wie kaum eine andere Erkrankung stellt die schwere Form der Herzschwäche (Herzinsuffizienz) eine erhebliche Belastung im Alltag der Betroffenen dar. Lebensfreude und Lebensqualität leiden sehr unter der in der Regel langsam, aber stetig abnehmenden Pumpleistung des Herzens.

Wenn Luftnot auch in Ruhe besteht, muss eine Herztransplantation in Erwägung gezogen werden. Nur sehr selten stehen jedoch geeignete Spenderorgane zeitnah zur Verfügung, sodass die mechanische Kreislaufunterstützung (VAD) als Überbrückung zur Transplantation sowie als permanente Therapie eine immer größere Rolle spielt.

Die Implantation dieser mechanischen Herzunterstützungssysteme sowie die anschließende Rehabilitation der Patienten sind in den letzten Jahren zu unseren Schwerpunkten geworden. Nach Ausschöpfung aller konventionellen Therapiemaßnahmen hat sich zur Behandlung der fortgeschrittenen chronischen Herzinsuffizienz die mechanische Kreislaufunterstützung weitgehend etabliert. Unsere Patienten profitieren von den sogenannten Kunstherzsystemen, indem die Sterberate bei gleichzeitig deutlich gesteigerter Lebensqualität signifikant gesenkt wird. Weitere Informationen zur Implantation eines Kunstherzsystems und dem Leben mit externer Kreislaufunterstützung finden Sie in unserem Blog.