Symposium: „Was ist neu in Diagnostik und Therapie?“

Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde Symposium: „Was ist neu in Diagnostik und Therapie?“
Osnabrück. „Koronare Herzerkrankungen – Was ist neu in Diagnostik und Therapie?“ Diese Frage stand beim Symposium „Kardiologie Konkret“ im Mittelpunkt, zu dem die Schüchtermann-Klinik am 7. Oktober in die OsnabrückHalle eingeladen hatte.

„Nach den vergangenen Monaten freue ich mich, Sie begrüßen zu dürfen“, eröffnete Prof. Dr. Gerold Mönnig, Chefarzt der Kardiologie, die Veranstaltung, die unter strengen Hygiene-Auflagen stattfand. Im vergangenen Jahr habe beim Symposium die Zusammenarbeit im Herzteam im Mittelpunkt gestanden – ein Aspekt, der auch den Arbeitsalltag der Mediziner bestimmt. „Im Oktober haben wir in der Schüchtermann-Klinik eine interdisziplinäre Station eröffnet. Bei zunehmender Komplexität von Herzerkrankungen wird für die optimale Therapie der Patienten die fachübergreifende Zusammenarbeit immer wichtiger“, unterstrich Prof. Mönnig, der an diesem Abend auch Prof. Dr. Nicolas Doll, Chefarzt der Herzchirurgie, begrüßen konnte. Im Rahmen von „Kardiologie Konkret 2020“ informierten die Referenten über neue Entwicklungen in der Behandlung von koronaren Herzerkrankungen. Durch die Veranstaltung führte Dr. Stefan Balzer, Leiter der Herzkatheterlabore.
Den Auftakt bildete der Vortrag von PD Dr. Dieter Fischer, Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Matthias-Spital in Rheine. Er widmete sich der Diagnostik der koronaren Herzerkrankung durch den Vergleich nichtinvasiver und invasiver Methoden. „Je größer die Wahrscheinlichkeit einer koronaren Herzerkrankung, desto invasiver sollte die Methode sein“, führte er aus. Eine wichtige Rolle spiele dabei die Betrachtung der medizinischen Vorgeschichte des Patienten: „Das Wesentliche ist die Anamnese“, so Fischer.
Im Anschluss referierte Dr. Markus Rottmann, leitender Oberarzt der Kardiologie der Schüchtermann-Klinik, über die Behandlung von stabilen koronaren Herzerkrankungen. Er bewertete die Behandlung mittels Stent oder medikamentös auf Basis der aktuellen Datenlage der ORBITA- und ISCHEMIA-Studien. Dabei müsse jeder Fall individuell betrachtet werden, so sein Fazit.
„Nach dem Infarkt ist vor dem Infarkt“, betonte PD Dr. Sven Zumhagen aus der Kardiologischen Gemeinschaftspraxis in Herford. Er gab einen Überblick über die Säulen der Primär- und Sekundärprävention der koronaren Herzerkrankung im ambulanten Bereich, die Diabetes und Herzinsuffizienz ebenso umfassen wie die Lebensgewohnheiten des Patienten.
Den Blickwinkel für die herzchirurgische Behandlung der koronaren Herzerkrankung öffnete Dr. Michael Billion, leitender Oberarzt der Herzchirurgie der Schüchtermann-Klinik , mit seinem Fachvortrag „Neues in Diagnostik und Therapie in der Behandlung der koronaren Herzerkrankung aus chirurgischer Sicht“. Dabei stellte er die Bedeutung der individuellen chirurgischen Kompetenz, der optimalen medikamentösen Therapie sowie der Zusammenarbeit im Herzteam für die Revaskularisierung in den Vordergrund. Zum Abschluss blickte Prof. Dr. Christian Pott, leitender Oberarzt der Kardiologie, auf einen informativen Vortragsabend zurück. Das nächste Symposium der Reihe „Kardiologie Konkret“ ist für September 2021 geplant.